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Warum Fibromyalgie unter Schmerz geführt wird

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Warum Fibromyalgie unter Schmerz geführt wird

Fibromyalgie Selbsthilfe Arnsberg – Hilfe bei chronischen Schmerzen
Veröffentlicht in Leben mit Fibromyalgie · Donnerstag 14 Mai 2026 · Lesezeit 2:00
Fibromyalgie Schmerz vs chronischer Schmerz
Warum Fibromyalgie heute unter der Kategorie Schmerz geführt wird“
(Allgemeine Gesundheitsinformation – ersetzt keine ärztliche Beratung)
 
Einordnung: Was bedeutet das überhaupt?
Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzverarbeitungsstörung, bei der das Nervensystem Schmerzreize verstärkt wahrnimmt und verarbeitet. Da es keine organischen Schäden, keine Entzündungen und keine messbaren Laborwerte gibt, wird Fibromyalgie in der medizinischen Klassifikation heute eindeutig dem Bereich „chronischer Schmerz“ zugeordnet.
 
Diese Einordnung ist keine Abwertung, sondern eine fachliche Zuordnung, die die moderne Sicht auf das Krankheitsbild widerspiegelt.
 
Warum wird Fibromyalgie unter „Schmerz“ geführt?
 
1) Die Ursache liegt in der Schmerzverarbeitung – nicht im Muskel oder Gelenk

Aktuelle Forschung zeigt: Bei Fibromyalgie ist die Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem verändert. Das bedeutet:
 
  • Reize werden schneller als Schmerz wahrgenommen
  • Schmerzsignale werden verstärkt
  • Filtermechanismen funktionieren weniger zuverlässig
 
Da die Ursache im Nervensystem liegt, nicht im Muskelgewebe, wird Fibromyalgie als Schmerzverarbeitungsstörung eingeordnet.
 
2) Es gibt keine objektiven Labor- oder Bildbefunde
 
Fibromyalgie lässt sich nicht durch:
  • Blutwerte
  • MRT
  • CT
  • Ultraschall
nachweisen. Da die Diagnose klinisch gestellt wird (Gespräch + Symptomstruktur), ordnet man sie dem Bereich chronischer Schmerzsyndrome zu.
 
3) Internationale Klassifikationen führen Fibromyalgie als Schmerzdiagnose
 
Die moderne ICD‑11 (internationale Krankheitsklassifikation) ordnet Fibromyalgie eindeutig der Kategorie: „Chronic Primary Pain“ – chronischer primärer Schmerz zu. Damit wird betont, dass der Schmerz selbst die Erkrankung ist – nicht nur ein Symptom.
 
4) Die ACR‑Kriterien bewerten Schmerzverteilung und Symptomschwere
 
Die heute gültigen Diagnosekriterien (ACR 2010/2016) basieren auf:
  • WPI   -Widespread Pain Index (weitverbreitet)
  • SSS   – Symptom Severity Scale  (Symtomschweregradskala)
Beide Skalen messen Schmerzorte und Schmerzintensität sowie Begleitsymptome. Damit ist die Diagnose strukturell eine Schmerzdiagnose.
 
5) Die Einordnung erleichtert Behandlung und Versorgung
 
Die Zuordnung zu „chronischem Schmerz“ hilft:
  • passende Therapieangebote zu finden
  • unnötige Untersuchungen zu vermeiden
  • Betroffenen schneller Klarheit zu geben
  • die Erkrankung medizinisch anzuerkennen
 
Sie schafft also Struktur, nicht Stigmatisierung.
 
Was bedeutet das für Betroffene?
 
  • Fibromyalgie ist medizinisch anerkannt.
  • Die Einordnung unter „Schmerz“ ist fachlich korrekt und entspricht dem      aktuellen Stand der Wissenschaft.
  • Sie sagt nichts über Einbildung, Psyche oder Schuld aus.
  • Sie hilft, die Erkrankung besser zu verstehen und passende Unterstützung zu      finden.
 
Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten sich Betroffene immer an medizinisches Fachpersonal wenden
 


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